Erfahrungsbericht

„Trotz vorangegangener LASIK-OP lebe ich nach dem Linsentausch brillenfrei“

Klaus Lindenfelser
Alter

55

Beruf

Prozessplaner

Diagnose

Alterssichtigkeit (Post-LASIK-Patient)

Hobbys

Gleitschirmfliegen, Posaune spielen

„Seit frühester Kindheit litt ich unter meiner Kurzsichtigkeit und der damit einhergehenden Brillenabhängigkeit. Da ich brillenfrei leben wollte, habe ich 2005 eine LASIK-Operation durchführen lassen, die mir zu hervorragender Sicht verhalf. Aufgrund der fortgeschrittenen Alterssichtigkeit war ich einige Jahre später jedoch erneut auf die Sehhilfe angewiesen. Irgendwann war es so schlimm, dass ich im Alltag mit Gleitsicht-, PC- und Lesebrille hantieren musste. Das hat mich extrem genervt. Um Lebensqualität zurückzugewinnen, habe ich mir Liberty² implantieren lassen. Trotz der LASIK-bedingten Hornhautveränderung konnte beim Linsentausch ein perfektes Ergebnis erzielt werden. Nun brauche ich überhaupt keine Brille mehr!“

Viele Jahre hegte Klaus Lindenfelser einen sehnsüchtigen Wunsch: Endlich brillenfrei leben. Wegen einer Kurzsichtigkeit musste er schon von Kindesbeinen an eine Sehhilfe tragen, die ihn im Alltag stark beeinträchtigte: „Morgens ging der erste Griff zur Brille. Ohne sie hätte ich in der Ferne kaum etwas sehen können“, verrät der Prozessplaner, der in Bruchsal im Landkreis Karlsruhe lebt. „Der Dioptrienwert von -4,5 und die Abhängigkeit von der Sehhilfe haben die Lebensqualität in hohem Maße negativ beeinflusst.“

Zunächst scharfe Sicht nach LASIK-OP

Aus diesem Grund entschied sich Klaus Lindenfelser im Jahr 2005 dafür, sich einer Laser-Operation (LASIK) zu unterziehen. Bei diesem Eingriff wird Hornhautgewebe mithilfe eines Lasers abgetragen, um die Fehlsichtigkeit zu beheben. „Es war ein 100-Prozent-Treffer. Nach der OP konnte ich perfekt sehen“, erzählt der heute 55-Jährige. Der Arzt habe ihm allerdings schon vor dem Eingriff gesagt, dass dieser Zustand nicht immer bestehen bleiben würde und er irgendwann mit der Alterssichtigkeit (Presbyopie) rechnen müsse. „Und so war es dann schließlich auch.“

Sehprobleme im Straßen- und Luftverkehr

Vor rund fünf Jahren bemerkte Klaus Lindenfelser, dass sich die Sicht in der Nähe und in der PC-Distanz zunehmend verschlechterte. Deshalb benötigte er im Alltag eine Gleitsichtbrille. „Die Veränderung machte sich zum Beispiel beim Autofahren bemerkbar: Ich konnte zwar in der Ferne alles gut sehen, aber das Cockpit mit Tacho und Navi ließ sich nur mit Brille erkennen.“ Dieser Zustand stellte nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch hoch oben über den Wolken einen Störfaktor dar: Der Baden-Württemberger ist leidenschaftlicher Gleitschirmflieger, der regelmäßig in schwindelerregende Höhen aufsteigt, um durch die Lüfte zu gleiten. „Bedingt durch die Alterssichtigkeit hatte ich jedoch Schwierigkeiten, die Fluginstrumente richtig zu lesen. Die Gleitsicht- unter der Flugsportbrille zu tragen ist aber einfach extrem unangenehm.“

Das Musizieren – seine zweite große Leidenschaft – war aufgrund der Alterssichtigkeit ebenfalls nicht mehr problemlos möglich: „Beim Spielen der Posaune konnte ich die Noten nicht mehr richtig erkennen“, sagt der begeisterte Musiker. „Am Anfang war es noch möglich, den Abstand zum Notenständer zu verändern, doch irgendwann funktionierte auch das nicht mehr richtig.“ Daher musste er sich für das Musizieren eine Lesebrille kaufen.

Nervfaktor: Permanentes Hantieren mit drei Brillen

Die zunehmenden Sichtschwierigkeiten machten ihm zudem im beruflichen Alltag zu schaffen. „Bei der Computerarbeit bin ich damit überhaupt nicht zurechtgekommen. Das Lesen war mit großer Anstrengung verbunden“, berichtet der Prozessplaner. Da er beruflich aber sehr viel am PC arbeitet, musste er sich obendrein eine spezielle PC-Brille zulegen.

„So habe ich permanent mit drei verschiedenen Brillen hantiert. Und das hat richtig genervt“, erklärt Lindenfelser. Dennoch schloss er eine weitere operative Korrektur seiner Fehlsichtigkeit zunächst aus. „Ich war mir sicher, dass sich da sowieso nichts ändern lässt.“ Eines Tages erzählte ihm eine Bekannte, dass sie sich einem Linsentausch unterzogen habe und nach dem Eingriff wieder scharf sehen konnte. Trotz ihrer Empfehlung blieb Klaus Lindenfelser zunächst skeptisch. Erst als sie ihm erzählte, dass sie vor dem Eingriff ebenfalls unter Alterssichtigkeit gelitten hatte und brillenfrei leben wollte, schöpfte er Hoffnung.

Brillenunabhängigkeit dank Liberty²

Im Januar 2020 wurde er bei Dr. Thomas Kohm in Karlsruhe vorstellig, um sich beraten zu lassen. Dort erfuhr er, dass sich die Alterssichtigkeit auch bei vorangegangener LASIK-OP mithilfe von Liberty² dauerhaft korrigieren lässt. Bei diesem Zweilinsensystem werden zwei Kunstlinsen in ein Auge implantiert: eine Basislinse für die Ferne und eine multifokale AddOn Linse für die Nähe. Die Linsenkombination schafft scharfe Sicht in alle Entfernungen und bietet die größtmögliche Flexibilität in der multifokalen Versorgung. „Als ich hörte, dass auch für mich als LASIK-Patient Brillenunabhängigkeit möglich ist und für den Rest meines Lebens bestehen bleiben würde, war ich sofort überzeugt“, berichtet Lindenfelser. „Ich wollte endlich wieder brillenfrei leben.“

Spezielle Diagnostik und Vorbereitung wegen LASIK-OP

Aufgrund der 15 Jahre zuvor erfolgten LASIK-Operation durchlief Klaus Lindenfelser eine spezielle OP-Vorbereitung: Wegen der mit dem Laser behandelten Hornhaut muss bei LASIK-Patienten eine spezielle Diagnostik durchgeführt werden, um die korrekten Linsenwerte zu berechnen und die Kunstlinsen an die individuellen Sehbedürfnisse anpassen zu können. „Aufgrund der vorbehandelten Hornhaut war nicht ganz sicher, ob eine Sehschärfe von 100 Prozent erreicht werden würde. Hier kam der große Vorteil von Liberty2 zum Tragen: Da dieses OP-Verfahren reversibel ist, hätte man bei Bedarf sogar nachkorrigieren können“, erklärt Lindenfelser. Das ist bei anderen Verfahren nicht so einfach möglich. Die AddOn Linse, die zwischen Iris und Basislinse eingesetzt wird, lässt sich jederzeit wieder entfernen und durch eine besser geeignete AddOn Linse ersetzen. Dabei kann die Basislinse im Auge verbleiben, sodass scharfe Sicht in die Ferne für den Patienten stets gegeben ist.

Nach Abschluss der sorgfältigen Vorbereitungen wurde ihm schließlich das Zweilinsensystem Liberty² in das rechte Auge eingesetzt; eine Woche später folgte das zweite Auge.

Endlich brillenfrei

„Trotz der vorangegangenen LASIK-OP lebe ich nach dem Linsentausch brillenfrei“, sagt der 55-Jährige überglücklich.

Da sich das Gehirn erst an die veränderte Sicht gewöhnen muss, habe es in den ersten Wochen nach der Operation noch kleine Schwankungen in Bezug auf die Sehstärke gegeben. Das habe er beispielsweise beim Zeitunglesen und bei der PC-Arbeit wahrgenommen. „Da musste ich zuerst ein wenig trainieren, aber nun haben die Schwankungen nachgelassen, sodass ich in alle Entfernungen scharf sehen kann.“

Beim Autofahren könne er jetzt alle Cockpit-Instrumente ohne Brille erkennen. Auch das Musizieren klappe wieder ganz wunderbar. „Das ständige Verrücken des Notenständers hat ein Ende – egal, welchen Abstand ich wähle, ich kann alle Noten einwandfrei lesen. Daher macht das Posaunespielen jetzt noch mehr Spaß.“ Außerdem sei die Smartphone-Nutzung wesentlich komfortabler geworden; E-Mails und Chat-Nachrichten könne er ohne Anstrengung lesen.

Zudem freue er sich darüber, dass er endlich die Sonnenbrillen tragen könne, die ihm gefallen. „Meine Begeisterung für Sonnenbrillen hatte sich mit der Abhängigkeit von der Gleitsichtbrille nicht vertragen“, verrät er mit einem Lächeln.

Gewünschte Lebensqualität erreicht

Insgesamt habe sich sein Leben durch die Operation sehr stark verändert. „Die Lebensqualität ist wie erhofft gestiegen. Es ist eine echte Erleichterung, dass ich jetzt nicht mehr mit den ganzen verschiedenen Brillen hantieren muss“, sagt er. „Deshalb kann ich dieses OP-Verfahren nur weiterempfehlen.“

Ein Härtetest steht aber noch aus: Das Gleitschirmfliegen. „Aufgrund der Corona-Pandemie konnte ich nach der OP noch keinen Luftsport machen, aber ich bin wirklich wahnsinnig gespannt, wie es mit der klaren Sicht aussehen wird. Ich stelle es mir jedenfalls gigantisch vor.“