Erfahrungsbericht

„Ich sehe besser als zuvor mit meiner Brille“

Ute Grimm-Müller
Alter

62

Beruf

Zahnärztin

Diagnose

Presbyopie (Alterssichtigkeit), Katarakt (grauer Star)

Co-Diagnose

Myopie (Kurzsichtigkeit), Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)

Hobbys

Lesen (jetzt wieder ganz ohne Einschränkungen!)

„Als Zahnärztin ist eine scharfe Sicht in allen Distanzen für mich essenziell, besonders im Nah-Mitte-Bereich und in der unmittelbaren Nähe. Als mein Sehvermögen zunächst wegen Kurzsichtigkeit und eines Astigmatismus, später auch wegen Presbyopie und eines fortschreitenden grauen Stars kontinuierlich schlechter wurde, hatte ich Sorge, irgendwann vielleicht meinen Beruf aufgeben zu müssen. Doch zum Glück gab es Behandlungsmöglichkeiten. Ich habe mich für das Zweilinsensystem Liberty2 entschieden. Jetzt kann ich nicht nur wieder in allen Bereichen scharf sehen, sondern nehme auch Farben wieder viel kräftiger wahr. Das Ergebnis hat mich wirklich begeistert.“

Die Geschichte von Dr. med. dent. Ute Grimm-Müller ist keine so ungewöhnliche: Mit Anfang 20 begannen sich langsam, aber stetig ihre Dioptriewerte zu verändern, eine Kurzsichtigkeit schritt voran. Später kam ein Astigmatismus hinzu, der die Brechkraftwerte und damit das Sehvermögen ihrer Augen ebenfalls beeinflusste. „Als ich 45 war, setzte die Alterssichtigkeit ein. Ich ließ mir erstmals eine Gleitsichtbrille anfertigen. Aber durch die Hornhautverkrümmung änderten sich meine Werte weiterhin, das machte die Handhabung schwierig.“ Ganz zu schweigen davon, dass Dr. Ute Grimm-Müller mit der Zeit eine ganze Sammlung an Sehhilfen griffbereit haben musste: „Ich hatte zum Beispiel eine Arbeitsbrille mit meiner Lesestärke und aufgeklebten Lupengläsern, eine Lesebrille, eine Sonnenbrille mit Gleitsichtfenstern … die schleppt man dann ständig mit sich herum.“ Praktisch sei das permanente Hantieren selbstverständlich keineswegs gewesen.

Linsentrübung schritt schnell voran

Das Einsetzen einer Katarakt vor etwa vier Jahren bemerkte ihr damaliger Augenarzt als Erster. „Er konnte eine beginnende Trübung erkennen. Dem Befund sei aber zu dem Zeitpunkt noch keine große Bedeutung beizumessen, sagte er. Ich hatte ja auch noch keine Beschwerden.“ Doch dann begann sich ihre Situation zu verschärfen. Vor allem auf ihrem linken Auge konnte Dr. Ute Grimm-Müller nicht mehr scharf sehen. Insbesondere bei der Arbeit habe sie ihr nachlassendes Sehvermögen gestört, schildert die Zahnärztin im Rückblick: „Ich hatte einen unscharfen Fleck auf der Augenlinse. Es wurde immer extremer. Nach einer Weile habe ich nur noch mein rechtes Auge benutzt.“ Auch das Autofahren fiel der heute 62-Jährigen zunehmend schwer. Zuletzt konnte sie sich bei Dunkelheit nicht mehr ans Steuer setzen. „Die Scheinwerfer anderer Fahrzeuge haben mich so stark geblendet, dass ich nichts mehr sehen konnte. Und tagsüber hatte ich das Gefühl, nur noch periphere Eindrücke wahrnehmen zu können. Da wurde mir schon anders.“

Vergrößerungsgläser reichten nicht mehr

Doch bis sie nachhaltig etwas gegen ihre Beschwerden unternahm, sollte noch einige Zeit vergehen. Ihre Tochter, damals in der Ausbildung zur Fachärztin für Augenheilkunde in der Augenklinik Augsburg Forsterpark, hatte Dr. Ute Grimm-Müller wegen ihres nachlassenden Sehvermögens schon länger ins Gewissen geredet. „In der Praxis war ich auch zur Kontrolle. Aber ich habe immer gesagt, das geht schon noch. Grauer Star wird in der Regel ja erst dann operiert, wenn der Leidensdruck hoch genug ist. Und den Punkt für sich zu bestimmen, ist typbedingt. Ich habe mein Defizit lange mit viel Licht und Vergrößerungsgläsern kompensiert, bis mir eines Tages klar war: Das muss ich mir doch alles nicht antun.“ Diese Erkenntnis hatte sie nach einem besonders extremen Verschlechterungsschub. „Dass das so schnell gehen kann, hätte ich nie gedacht.“

Teilreversibles Verfahren hält alle Optionen offen

In der Folge ließ sich Dr. Ute Grimm-Müller in der Augsburger Augenklinik eingehend über die individuellen Behandlungsmöglichkeiten ihres grauen Stars beraten. Dafür bekam sie einen weiteren Facharzt als Ansprechpartner. „Als Dr. Rohleder mir vorschlug, eine Multifokallinse einzusetzen, habe ich zunächst abgelehnt, es schien mir nicht geeignet für mich.“ Dabei war ihr Bestreben, in allen Distanzen wieder scharf sehen zu können – und genau darauf basiert das Prinzip des Zweilinsensystems Liberty2: Eine exakt auf die individuellen Sehbedürfnisse des Patienten abgestimmte Kombination aus einer Basis- und einer multifokalen AddOn-Linse, die an zwei unterschiedlichen Stellen ins jeweilige Auge eingesetzt werden, ermöglicht es, brillenunabhängig sowohl im Nah-, als auch im PC- und im Fernbereich wieder gestochen scharf zu sehen. Das erklärte der Mediziner seiner Patientin und hob hervor, dass das Verfahren teilreversibel sei. „Das Argument hat mich überzeugt: dass man sich die AddOn-Linse jederzeit wieder aus dem Auge entfernen lassen kann, wenn man mit der Multifokalität nicht zurecht kommt“, schildert Dr. Ute Grimm-Müller. „So konnte ich nichts falsch machen.“ Auch die Aussicht darauf, insbesondere bei der Arbeit sämtliche Details aus allen Blickwinkeln und in allen Entfernungen ohne Brille klar und deutlich erkennen zu können, spielte in die Entscheidung hinein.

Unmittelbare Besserung nach dem Linsentausch

Ihr Entschluss stand fest. Sie ließ sich im Abstand von zwei Tagen das smarte Kunstlinsensystem ins linke wie auch ins rechte Auge einsetzen. Vor dem Eingriff habe sie mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen zwar Respekt gehabt, auf der anderen Seite aber auch großes Vertrauen in ihren Facharzt, schildert sie. Letzteres zurecht, wie sich schnell herausstellte: „Schon nach dem Eingriff am ersten Auge war ich erstaunt über das Ergebnis. Es ging mir sofort besser.“ Auch ihre leise Befürchtung im Vorfeld, dass ihre Sicht nach der Implantation nicht so sein könnte, wie sie es sich wünschte, erwies sich als unbegründet. „Ich bin so begeistert! Ich kann in der Nähe scharf sehen, in der mittleren Distanz, in der Ferne – besser als in den ganzen Jahren zuvor mit meinen Brillen. Und noch etwas ist sensationell: Ich sehe wieder Farben, richtig schön hell und kräftig, wie durch ein geputztes Fenster. Wenn man grauen Star hat, merkt man gar nicht, dass langsam alles immer mehr verblasst.“

Wiedergewonnene Lebensqualität: ab sofort ohne Brille

Auch im Auto fährt Dr. Ute Grimm-Müller jetzt wieder ganz entspannt. „Die alte Fahrsicherheit ist zurück, ich traue mir wieder Geschwindigkeit zu. Ein Gefühl, das ich durch meine schlechte Sicht verloren hatte.“ Und was ihr einst so umfangreiches Sehhilfen-Arsenal angeht: Zum präzisen Arbeiten nutzt die Zahnärztin weiterhin in bestimmten Situationen eine Vergrößerungsbrille. In ihrem Beruf ist das durchaus üblich. Die Lupengläser sind nun allerdings auf schlichtem Fensterglas aufgeklebt. „Jetzt ist auch zum Beispiel der Blickwechsel von der Mundhöhle des Patienten auf den Bildschirm des PCs kein Problem mehr.“ Ansonsten braucht Dr. Ute-Grimm Müller für ihr perfektes Wohlbefinden nur noch eine Sonnenbrille – ohne Sehstärke! „Es lebt sich so viel gelöster. Dass sich mit dem Einsatz des Linsensystems eine so drastische Verbesserung einstellt, das habe ich mir vorher nicht vorstellen können.“